TRIUMPH SALZBURG
Freitag, 05. August 2022

AM LIMIT – STUNTFAHRER RICK ENGLISH


Ob es um Kampfszenen oder Motorradstunts geht – Stuntdarsteller Rick English hat sich in der Branche einen Namen gemacht. Wir sprachen mit ihm über die Höhepunkte seiner Karriere und seine Lieblingsmotorräder von Triumph.

 Rick English
 Rick English

Wie lange machst du schon Stunts und wie bist du zum Stuntfahren gekommen? Ich kann mich erinnern, dass ich mit sechs oder sieben einen Film über Evel Knievel mit dem Titel Viva Knievel gesehen habe. Was er darin vorführte, fand ich richtig cool, und von da an war mir klar, was ich einmal werden wollte – was aber in den Augen deiner Lehrer kein realistischer Berufswunsch ist! Erst später wurde mir klar, das ich mit dem, was mir Spaß macht, tatsächlich auch meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte.

An welchem Film hast du besonders gerne mitgearbeitet?

Die Mission Impossible-Reihe, aber auch die Fast and Furious-Filme haben mir sehr viel Spaß gemacht. An einem Bond-Film mitzuwirken, ist jedoch für jeden Stuntman immer ein echter Traumjob. Ich hatte das Glück, an vier der letzten fünf Bond-Filme beteiligt gewesen zu sein, also an vier Filmen mit Bond-Darsteller Daniel Craig. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Für den letzten Bond-Streifen Keine Zeit zu sterben filmte ich mit Paul Edmondson und den anderen Jungs aus dem Stuntteam in Matera. Während des Drehs saß hinter mir auf der Tiger 1200 ein Typ, der auf Bond schoss! Die Umgebung dort ist unbeschreiblich schön, aber der rutschige Untergrund macht das Fahren äußerst schwierig. Man fährt wie auf poliertem Stein und hat kaum Grip. Das ist vor allem dann problematisch, wenn du einen großen Typen mit einem Maschinengewehr hinter dir auf dem Sitz hast, mit dem du durch die Straßen und treppauf und treppab rasen musst. Das war eine ziemliche Herausforderung. Es hat aber definitiv jede Menge Spaß gemacht, an dieser eindrucksvollen Filmsequenz beteiligt gewesen zu sein.